Münchener Start Up-Unternehmer für 1 A-Award nominiert

Schnell, digital & ökologisch: Sofort-Botendienst für Apotheken

Apotheke

Die digitale Transformation im Gesundheitswesen – eine große Chance auch für Apotheken. Gerade in Großstädten mit vielen Mitbewerbern zahlt ein sehr guter Service auf die Kundenbindung ein. Wie beispielsweise ein Sofortbotendienst für Kunden mit einer einfachen, intuitiv bedienbaren digitalen Oberfläche.

Auf einer der vielen Networking-Veranstaltungen in München trafen sich Thomas Mayr, Mitarbeiter der Dr. Beckers Central Apotheke, und Wirtschaftsingenieur David Heid (26). Herr Mayr erzählt, wie wichtig eine unkomplizierte Botendienstlösung für den Apothekenmarkt wäre. Effektiv, ohne große Kosten, digital gesteuert und am besten extern gemanagt.

David Heid hatte während seiner Masterarbeit eine digitale Lösung konzipiert, wie man Retouren in der Großstadt schnell und ökologisch nachhaltig abwickeln kann. Diese Plattform hatte viele Anbieter überzeugt, nur Geld wollte für einen solchen Service niemand ausgeben.

Warum den Lieferweg nicht einfach umdrehen? Geboren war „lamiloo“, der digitale Sofortbotendienst für Großstadtapotheken. Ein gemeinsam konzipiertes Pilotprojekt in der Dr. Beckers Central Apotheke ist inzwischen erfolgreich abgeschlossen, seit Kurzem nutzen diesen Service weitere vier Apotheken in der
Münchener City.

Wie funktioniert denn der lamiloo-Botendienst? Sollte ein Medikament in der Apotheke nicht verfügbar sein, wird es beim Großhandel bestellt und ein Auftrag bei lamiloo ausgelöst. Noch am Verkaufstresen bekommt der Kunde mitgeteilt, wann das Medikament bei ihm Zuhause aufgeliefert wird. Beim Kunden alles einfach – im Hintergrund hohe Mathematik. Darum kümmert sich Programmierer und Mitgründer Alexander Bätz.

„Wir können exakt ein Zeitfenster von 60 Minuten benennen“, so Heid, „wer bis 15 Uhr in der Apotheke war, bekommt sein Medikament noch bis 18 Uhr.“ Damit das alles klappt, arbeitet lamiloo mit selbstständigen Radkurieren zusammen. Die liefern dann die versiegelten Lieferungen aus. „Wir garantieren Zuverlässigkeit und keine Verwechselungen.“

David Heid will es gerne ganz genau wissen. So hat vor der Premiere von lamiloo sieben Monate als Radkurier für einen professionellen Pizza-Lieferdienst gearbeitet. „Ich wollte halt wissen, wie die Logistik dahinter funktioniert. Außerdem konnte ich dort mein Netzwerk an Kurierfahren aufbauen.“ lamiloo – eine Kunstschöpfung oder hat der Name eine Bedeutung? „Es ist eine Abkürzung unseres Angebots Last Mile Logistics für Apotheken“, erklärt Heid. Die beiden Os am Ende symbolisieren zudem die beiden Räder eines Fahrrades.

Das Feedback von den Apotheken-Kunden ist total positiv. Auch David Heid weiß, dass der Service vielen Kunden hilft. „Eine der ersten Lieferungen habe ich noch selber ausgefahren. Die bekam ein Rentner, der im vierten Stock wohnte – ohne Aufzug. Als ich sein Lächeln bei der Übergabe gesehen habe, wusste ich, wir sind auf dem richtigen Weg …“

David Heid, Wirtschaftsingenieur

Der Nominierte

David Heid ist Wirtschaftsingenieur, hat in Stuttgart und München studiert. Bei seiner Masterarbeit kam ihm die Idee zu einer digitalen Plattform, auf der Lieferungen in einer Großstadt ökologisch nachhaltig ausgeführt werden können. Gemeinsam mit Alexander Bätz, unterstützt durch das Branchenwissen von Thomas Mayr, entwickelten Sie „lamiloo“. Die Hochschule München und das Strascheg Center for Entrepreneurship unterstützen das Team rund um die Unternehmensgründung.